Klausurerlebnis der anderen Art
Ich habe heute eine Klausur geschrieben. Aber was war heute anders als sonst? Die Klausur war angesetzt für die zeit von 9 bis 12 Uhr. Es ereignete sich das Folgende. Um 8:55 Uhr kamen die beiden Klausuraufsichten mit einem Karton in welchem sich (wie immer) die Klausuraufgaben befanden in den Hörsaal und begaben sich damit (wie immer) an den Tisch vor der Tafel. Dann blickten sie ein wenig, naja sagen wir panisch, in den Raum. Ein blick in den Karton, ein Blick “in die Runde”. Dann die Ansage, “der Start verzögert sich wir haben nicht genug Sachverhalte dabei, ich geh eben nochmal kopieren”. Ok, ich mein man kann ja warten. Während die eine Aufsichtsperson nun also auf dem Weg zum Copyshop war, begann die andere damit die Sachverhalte zu verteilen. Natürlich umgedrehte Zettel, so das keiner gucken kann was passiert (aber wir Studenten wissen ja alle wie ehrlich wir da sind). Die ursprüngliche Sachverhaltsmenge reichte also für in etwa 1/3 der Anwesenden aus. Nun kam die zweite Aufsicht wieder und begann ihre neuen Sachverhalte zu verteilen. Nun hatten dann wohl alle den Sachverhalt? Nein, es fehlten noch fünf Leute. Also kam die nächste Ansage, Start wieder verschoben.
Ich persönlich kann mir gut vorstellen was in den gut fünfzehn Minuten von einem überwiegenden Teil der Studenten besprochen wurde, genau wie jeder andere der Mal in einer Uni-Klausur saß.
Ich hatte so in jedem Fall mal ein “Klausurerlebnis der anderen Art”, denn es war beeindruckend wie gesprächig plötzlich alle wurden und möglichst unauffällig dabei auf ihren Tisch schielten… Ob es ihnen einen Vorteil eingebracht hat? Wer weiß.