Klausurerlebnis der anderen Art

Ich habe heute eine Klausur geschrieben. Aber was war heute anders als sonst? Die Klausur war angesetzt für die zeit von 9 bis 12 Uhr. Es ereignete sich das Folgende. Um 8:55 Uhr kamen die beiden Klausuraufsichten mit einem Karton in welchem sich (wie immer) die Klausuraufgaben befanden in den Hörsaal und begaben sich damit (wie immer) an den Tisch vor der Tafel. Dann blickten sie ein wenig, naja sagen wir panisch, in den Raum. Ein blick in den Karton, ein Blick “in die Runde”. Dann die Ansage, “der Start verzögert sich wir haben nicht genug Sachverhalte dabei, ich geh eben nochmal kopieren”. Ok, ich mein man kann ja warten. Während die eine Aufsichtsperson nun also auf dem Weg zum Copyshop war, begann die andere damit die Sachverhalte zu verteilen. Natürlich umgedrehte Zettel, so das keiner gucken kann was passiert (aber wir Studenten wissen ja alle wie ehrlich wir da sind). Die ursprüngliche Sachverhaltsmenge reichte also für in etwa 1/3 der Anwesenden aus. Nun kam die zweite Aufsicht wieder und begann ihre neuen Sachverhalte zu verteilen. Nun hatten dann wohl alle den Sachverhalt? Nein, es fehlten noch fünf Leute. Also kam die nächste Ansage, Start wieder verschoben.
Ich persönlich kann mir gut vorstellen was in den gut fünfzehn Minuten von einem überwiegenden Teil der Studenten besprochen wurde, genau wie jeder andere der Mal in einer Uni-Klausur saß.
Ich hatte so in jedem Fall mal ein “Klausurerlebnis der anderen Art”, denn es war beeindruckend wie gesprächig plötzlich alle wurden und möglichst unauffällig dabei auf ihren Tisch schielten… Ob es ihnen einen Vorteil eingebracht hat? Wer weiß.

Twitter und ich

Twitter gibt es schon länger. Mich bei Twitter? Noch nicht so lange, genauer erst seit dem 7. Juni diesen Jahres. Warum ist das so? Ich verfolge die Blogosphäre doch recht aufmerksam. In meinem Google Reader finden sich allerhand Blogs aus den verschiedensten Bereichen. Somit blieb mir auch der neuste Trend (ich denke so darf man es mindestens nennen) Twitter nicht lange verborgen. Einer nach dem anderen schrieb darüber, in immer mehr Blog erschien die wöchentliche Twitter Zusammenfassung.

Ich habe mehr oder weniger darüber hinweg gelesen. Ich konnte mir einfach nicht vorstellen was dieser neue Dienst mir bringen sollte. Gibt es doch schon etliche Wege sich im Netz selbst zu präsentieren. Und sei es studiVZ, facebook oder einfach die eigene Webseite, vertreten bin ich doch schon an so vielen Stellen.

Am Sonntag vor vier Wochen bin ich dann aber doch schwach geworden. Warum genau kann ich eigentlich gar nicht erklären. Aber vermutlich lag es daran das ich viel zu selten hier etwas schreibe und wenn ich doch mal etwas habe, dann ist es oftmals zu kurz um wirklich hier aufgeschrieben zu werden. Ausserdem, ich glaube das hier nicht wirklch jemand mitliest. Stört mich aber gar nicht.

Was ist nun also meine Erfahrung mit Twitter? Zuerst muss ich sagen das der Suchtfaktor unglaublich hoch ist. Ich habe noch am Sonntag der Anmeldung direkt einen Twitterclient auf meinen Blackberry gelanden. Zuerst „um mal zu sehen wie das so aussieht“, inzwischen muss ich mir ernsthaft Gedanken um eine Erhöhun meines Inklusivvolumens machen. Weiterhin bietet Twitter, eine in meinen Augen, sehr interessante Möglichkeit der Kommunikation. Es ist nicht so „direkt“ wie Chat, Email, ICQ o. ä. Man kann zwar direkt kommunizieren, es ist aber doch öffentlich. Interessant in jedem Fall. Außerdem findet man schnell Leute mit interessantem Stream. Ausserdem muss ich eingestehen das es unglaublichen Spaß macht ein wenig mehr vom Leben der Leute mitzubekommen von denen ich bisher doch eigentlich nur die Blogs gelesen habe.

Alles in allem ist mir inwzwischen vollkommen schleierhaft wie es solange ohne Twitter gehen konnte. Jetzt will ich es nicht mehr hergeben. So long, ich wende mich wieder meiner Klausurvorbereitung zu.

Rechnen als Jurastudent?

Warum studiert man Jura? Das kann viele Gründe haben. Für mich ist einer (und insgesamt sehr unbedeutender) Grund, dass ich es nicht so mit Zahlen habe. Die begegnen einem bei Jura nämlich recht selten, zumindest nicht so, dass man mit ihnen rechnen muss. Es ist ja jetzt nicht so das ich gar nichts mit Mathe anfangen kann, aber ich meide die Disziplin eher ;) Es hatte “damals” im zweiten Semester als ich noch in Göttingen studierte schon einen Grund warum ich die “BWL für Juristen”-Vorlesung direkt wieder verlassen habe. Und ich dachte ich wäre die Rechnerei jetzt erstmal los.

Falsch gedacht. Nächste Woche Dienstag steht für mich eine Klausur in Familien- und Erbrecht auf dem Programm und ich habe mal angefangen mich damit zu beschäftigen. Und jetzt ratet mal was meine zweite Herausforderung dieses Tages war? Genau, meinen Taschenrechner zu suchen den ich das letzte mal in der 13 Klasse (2006) benutzt habe. Ich war erstaunt das ich ihn überhaupt gefunden habe und das sogar die Batterien noch funktionieren, was ich nebenbei bemerkt, äußerst erschreckend finde, da ich den Taschenrechner 2001 gekauft habe! Aber auf Texas Instuments scheint in dieser Hinsicht verlass zu sein.

Nunja jedenfalls lerne ich heute was passiert wenn Jura auf Mathe trifft. Es ist schon interessant mal selbst zu errechnen wer was nach einer Scheidung bekommt. Wenn ich aus der Familienrechtsveranstaltung auch nur eins mitnehmen, dann ist es, dass ich mich auf das Gebiet nicht spezialisieren will. Wir machen in der Vorlesung nur Grundfälle der Berechnung. Ich möchte ehrlich nicht wissen wie kompliziert das im echten Leben ist!

So long, weiter geht für mich!

Michael Jackson

Der Gewinner des Tages ist wohl Staples oder? So oft wie heute “Staples Center” im Fernsehen gesagt wurde, solch eine Werbekampange kann doch kein Mensch bezahlen. Aber es geht ja auch gratis.

iPhone in der Straßenbahn

Als ich heute mit der Straßenbahn in die Innenstadt gefahren bin, saß ein junger Mann neben mir. Er hatte ein iPhone und da er direkt neben mir saß konnte ich ihn auch recht gut beobachten was er da getan hat. Ich konnte erkennen der er das o2-Netz verwendet. Und er versuchte mit Safari im Netz zu surfen. Das wurde allerdings immer mit Fehlern abgebrochen. Also machte er sich auf in die Einstellungen des iPhones.

Nun dachte ich, “Mal sehen was jetzt kommt”. Was er getan hat hat mich wirklich geschockt und von seiner totalen Ahnungslosigkeit überzeugt. er hat ernsthaft versucht sein Problem über die “WiFi-Einstellungen” zu beheben. Da es in Bremer Straßenbahnen natürlich auch kein Wlan gibt war das erfolglos, also tippte er bei der manuellen Suche ein das er eine verbindung mit “o2″ herstellen will. Komischerweise hat auch das nicht funktioniert.

Ich war ernsthaft veruscht ihm zu sagen das er lieber mir sein iPhone geben soll, ich könnte damit im Gegensatz zu ihm wenigstens etwas anfangen. Unglaublich diese Welt!