Einmal Student und zurück!
Mein Tag begann um 08:53 Uhr mit der Abfahrt meines ICE in Richtung Göttingen, welches ich gegen 10 Uhr erreichte. Nach einer Sekunde der Orientierung war der Bahnhof überblickt und der richtige Ausgang gefunden. Das historische Audimax in welchem der Infotag beginnen sollte erkannte ich, da ich schon ein Foto auf der Internetseite der Universität gefunden hatte, schon von weitem. Außerdem liefen noch ein paar Gestalten die in etwa so orientierungslos waren wie ich in die selbe Richtung. Die Entfernung vom Bahnhof zum Audimax die auf dem Stadtplan relativ groß aussah entpuppte sich als winzig, so circa fünf Gehminuten.
Am Audimax angekommen erkannte ich schon das doch einige gekommen waren um die Einladung wahrzunehmen, da viele vor dem Gebäude warteten, ich suchte mir meinen Weg nach drinnen, suchte schnell den Hörsaal und wurde von der Fachschaft sofort mit einem Programm sowie einem Flyer „Jura studieren“ versorgt. Mit dem neuen Lesestoff konnte ich gut die verbliebenen Minuten bis zum Beginn überbrücken.
Pünktlich 10:30 Uhr betrat Prof. Dr. Peter-Tobias Stoll die „Bühne“ und begrüßte uns, sowie die anderen Professoren und Mitarbeiter, sowie die Fachschaft ausführlich um uns einen ersten groben Ein- und Überblick über das zu geben was uns am heutigen Tage und in den nächsten Jahren erwarten sollte.
Nach der Einführung durch den Studierendendekan betrat Frau Prof. Dr. Eva Schumann die „Bühne“ und erklärte uns die Grundzüge des Bürgerlichen Rechts und wie und was es dabei zu lernen gibt und wie es sich doch dominierend durch das Studium zieht. Nach 15 Minuten, dass war der Zeitansatz für die Vorstellung der drei Kernbereiche gab sie ab an Prof. Dr. Gunnar Duttge, der uns kurz und prägnant das Strafrecht erläuterte. Er illustrierte seinen Vortrag mit einigen praktischen Fällen mit denen es sich zu beschäftigen gilt und hielt, er sagte selbst von sich er mache es immer so, die Zeit nicht ein. Nach circa 20 bis 25 Strafrecht trat wieder Prof. Dr. Stoll hinter das Rednerpult um „seinen“ Bereich, das öffentliche Recht kurz vorzustellen.
Nachdem wir nun im gröbsten über Studienverlauf und –inhalt informiert waren, wurde uns die Zentrale Studienberaten durch Frau von Colbe-van de Vyver vorgestellt mit allen ihren Aufgaben und Tätigkeiten. Nun wurde uns das Studierendenbüro und das Prüfungsamt der Juristischen Fakultät durch Frau Herrmann erklärt, hierbei erfuhren wir schon einmal interessante Sachen, wie das wir unsere Prüfungsergebnisse später online abrufen können, sehr nett. Nun Stellte sich noch kurz die Fachschaft Jura vor und noch knapper mit der Vorstellung hielt es „elsa“ also die European Law Students Association.
Nachdem wir nun jede Menge Vorträge gehört hatten lud die Fachschaft zu einem kleinen Sektempfang im Audimax, welcher in einem sehr stilvollen und edlen Ambiente des Instituts für Rechtsgeschichte und –philosophie stattfand. Anschließend wurden wir unseren „Tutoren“ zugeteilt, dass waren in diesem Fall angehörige der Fachschaft aus dem 3-4 Semester. Diese sollten uns den Rest des Tages „an die Hand nehmen“ und uns den Campus ein wenig zeigen und noch so einiges aus der Sicht der Studenten erklären, die doch manchmal deutlich von der Sicht der Professoren und Mitarbeiter abweicht. Aber ich glaube das das ganz normal ist, war in der Schule ja auch immer so. Ich landete in der Gruppe von Judith (gesprochen Jüdith) und Ulrich, sie war sehr aufgeschlossen und freundlich, er war zwar auch freundlich aber ein wenig ruhiger. Unsere erste Anlaufstelle war die Zentralmensa, ich hab das Essen mal ausgelassen weil für mich nix dabei war. Um 13:30 Uhr trafen wir uns am Juridicum, dem Zentralgebäude der Juristischen Fakultät, wieder um dann weiter zu gehen. Nun liefen wir die Strafrechtsbiliothek an, damit wir mal eine spezialisierte Jura-Bibliothek zu sehen bekommen. Des Weiteren hörten wir interessante Geschichten über Theologie-Studenten und das wir uns in dem in „ihrem“ Gebäude beheimateten Café lieber nix kaufen sollten, weil die nicht so auf Jurastudenten stehen. Das mussten wir natürlich sofort ausprobieren und unsere Tutorin hatte einfach Recht, irgendwie war eine deutlich negative Stimmung zu spüren. Nachdem eine Kaffee / Raucherpause am Theologicum absolviert war schauten wir uns noch den Eingang der wahnsinnigen Universitätsbibliothek an, wo uns Ulrich unseren Stundenplan für das erste Semester ausdruckte und uns den schon mal ein klein wenig erklärte. Aber die Details würden wir in der Orientierungsphase Anfang Oktober alles noch genauer erklärt bekommen.
Nachdem wir nun auch den Campus zumindest in kleinen Teilen kannten hatten wir noch ein Gruppengespräch mit Frau Herrmann, die uns das SOKRATES Austauschprogramm noch ein wenig erläuterte sowie den Ablauf bis zur Zwischenprüfung. Aber die Punktegeschichte mit den Klausuren ist so kompliziert und wir bekommen das alles noch mal erklärt, daher hab ich mir das alles nicht wirklich gemerkt.
Es war jetzt schon fast halb vier und wir brachen Richtung Innenstadt auf um am Wilhelmsplatz das Studiendensekretariat aufzusuchen um uns zu immatrikulieren. Dies funktionierte ohne auch nur die kleinste Schwierigkeit in circa zwei Minuten.
Somit Endete mein Ausflug nach Göttingen also mit veränderten Status, nämlich Student, wer hätte das gedacht, dass ich einmal an der Universität Göttingen landen würde!


