Was möchte ich mit diesem Titel sagen? Naja ich erkläre es. Eben gerade lese ich die Frakfurter Allgemeine wie jeden Morgen und wie an fast jedem Tag der letzten Wochen prangt auch heute wieder ein Artikel über Hartz IV auf der Titelseite. Doch dieser Artikel heute ist anders. Er bestätigt mir das, was ich vor kurzem im Geschichtsunterricht gelernt habe. Damals sagte mein Lahrer als wir die Weimarer Republik besprachen “In Krisen neigen die Menschen dazu sich politisch zu radikalisieren”, soweit so schlecht. Der F.A.Z. Artikel berichtet das das Allensbach Institut für Demoskopie einen grandiosen Aufwind für die PDS festgestellt hat. Laut Allensbach würde 7,4% der Deutschen dieser Tage die PDS wählen, soviele Wähler hatte die PDS noch nie! Bei den anstehenden Wahlen in Brandenburg sieht es gar so aus als ob die PDS noch mehr Wählerstimmen für sich verbuchen kann als die CDU.
Dieser Artikel der F.A.Z. ruft ja schon einige Bedenken auf den Plan, doch der Kommentar der rechts neben dem Artikel steht, überschrieben mit “Angstmacher” stimmt noch sehr viel bedenklicher. Das Stimmungsbarometer in Ostdeutschland erreicht laut dem Kommentar einen neuen Tiefpunkt und die Menschen werden wohl an der Wahlurne ind Brandenburg zu einer “Denkzettelwahl” schreiten. Die Parteien die diese Wahl schmerzlich treffen soll reagieren aber hilflos und scheinen nicht zu wissen wie sie dies verhindern sollen und somit die Menschen wieder zurück gewinnen sollen. Und jetzt bleibt mir nur das zitieren, weil ich kann es nicht besser in Worte fassen:
Damit [der Denkzettelwahl] droht dem widerwillig begonnenen und bisher nur halbherzig bejahten Reformprozeß endgültig ein destruktiver Verlauf. Massenhaft wenden sich die Leute jetzt der PDS zu, einer Partei, deren Vorläuferorganisatioen schon einmal einen deutschen Staat ruiniert hat. Dabei glaubt, wie die vorliegende Allensbach-Studie zeigt, selbst unter den erklärten PDS-Anhängern nur jeder sechste, daß die Sozialisten ihre Probleme besser lösen können als die Volksparteien. Ein Trost ist das nicht. Denn selbst wenn es lediglich die Rhetorik der PDS ist, mit der sich ein wachsender Teil der Ostdeutschen identifiziert, so enthält auch dieser Trend ein erhebliches Verführungspotenzial.
[...]
Doch angereichert mit Horrorgeschichten über kapitalistische Ausbeutung und sozialen Kahlschlag, die nur zu gern geglaubt werden, gewinnen diese Rezepte [die sozialistischen Ideale] anscheinend neue Glaubwürdigkeit.
Quelle: F.A.Z., Nr. 191/34
Persönlich finde ich, dass doch eindeutig ein negativ Trend zu erkennen ist. Und sich die Regierungsparteien (SPD & CDU/CSU) dringend Gedanken machen müssen, sonst passiert das was vollkommen im Gegensatz zum “Motto” von 1991 , dem berühmten “Wir sind ein Volk” steht. Und das wollen wir sicher alle nicht!